Viel, viel früher, als man sich das vorstellen kann:

Viele Zeitalter ist es her, dass die letzte große Scavenger in unseren Landen gesichtet wurde. Zuletzt geschah dies am Siebengebirge. Sie plünderte vier Esel und den Schatz des Drachen und ward nie wieder gesehen. Zurück blieb nur eine Zeichnung, auf der die Scavenger im Jahr 1165 zu sehen ist. Seitdem wurde es ganz schön still rund um den Rhein, die Sieg, das Siebengebirge und das große, mächtige Bonn.

2020 (inzwischen auch schon sechs Jahre her)

Doch im Jahr 2020, dem Jahr, in dem der Corona-Schrecken aus der Versenkung auferstanden war und die Sonne einmal mehr zu einem besonders heißen Sommer einlud, sollten endlich mutige junge Menschen die Tradition der großen Scavenger fortführen. Doch in all den Jahrhunderten war viel passiert. Die Menschheit hatte sich weiterentwickelt. Niemand plünderte mehr Esel und Drachen gab es schon lange keine mehr. Stattdessen suchten die Menschen nach dem Wettkampf. Sie wollten sich miteinander messen. Und nur die Besten sollten am Ende den großen Pokal erhalten.

Das Orakel hatte vorhergesagt, dass am 06. Juli um Punkt 0 Uhr in den Weiten des weltweiten Datennetzes 100 Prüfungen erscheinen würden. Von diesem Moment an hatten die Gruppen mit dem Sieg als Ziel vor Augen exakt 111 Stunden Zeit, diese Prüfungen zu erledigen. Ob sie dies schaffen konnten? Niemand wusste es. Selbst die Orakel konnten nicht weiter als bis zur Stunde der Prüfungen schauen. Aber versuchen – JA – versuchen wollten es all die Mutigen, all die Zielstrebigen und einfach alle, die nichts sehnlicher wollten als den Pokal. Und den Titel der besten Scavenger.

Die besten Scavenger

Nach unzähligen Stunden und 65 Aufgaben setzten sich erfolgreich die „Leude vom Trailer und Phil“ durch und konnten sich selbst die besten Scavenger nennen! Bis heute stehen sie als Symbole der Tapferkeit und des Ehrgeizes da, die die Tradition der Scavenger ehren und neue Wege beschreiten. Die Zukunft mag ungewiss sein, aber ihr Sieg wird für immer in den Legenden des Rheins und des Siebengebirges verankert bleiben.

2024 (vor zwei Jahren)

Im Jahr 2024, während sich die Welt im steten Wandel befand und die Schatten der Vergangenheit mit den Hoffnungen der Zukunft verschmolzen, versammelten sich erneut unzählige mutige Abenteurer aus aller Welt, um sich dem ultimativen Test ihres Könnens zu stellen. Am 19. April um 16:00 Uhr begann ein neues Kapitel in der Geschichte der Scavenger: Das Orakel verkündete, dass die Jagd nach dem Titel der besten Scavenger erneut eröffnet war.

Von den lebhaften Ufern des Rheins bis zu den majestätischen Gipfeln des Siebengebirges formierten sich Teams aus allen Jugendhäusern. Jeder Teilnehmer brannte vor Entschlossenheit, den Pokal zu erobern und sich einen Platz in den Legenden zu sichern. Doch die Herausforderungen, die sie erwarteten, waren zahlreich und unbarmherzig.

Während die Sonne langsam über dem Horizont verschwand und die Spannung in der Luft lag, traten die Teams an, bereit, sich den Prüfungen zu stellen. Die Zeit tickte unaufhörlich, und während die Stunden vergingen, wurde der Wettkampf intensiver. Doch die Teilnehmer wussten, dass sie nicht allein waren. Sie hatten ihre Teams an ihrer Seite, die sie unterstützten, inspirierten und zu Höchstleistungen antrieben.

Vom 19. April um 16:00 Uhr bis zum 21. April um 20:00 Uhr wurden die Tapfersten und Geschicktesten unter ihnen auf eine Reise geschickt, die ihr Schicksal für immer prägen sollte.

Doch wer am Ende als Sieger hervorgehen und den Titel der besten Scavenger für sich beanspruchen würde, blieb bis zum 03. Mai um 18:00 Uhr ein Geheimnis.

Heute – 2026

Zwei weitere Jahre sind vergangen. Am Rhein erzählt man noch immer von den vergangenen Prüfungen, von glorreichen Einfällen und von Lösungen, über die selbst das Orakel den Kopf schütteln musste. Doch seit einigen Nächten flackert oben am Drachenfels ein seltsames Licht. Und irgendwo in Bonn wurde ein Esel gesichtet, der auffällig entschlossen einen Pokal bewachte.

Als die ersten neugierigen Abenteurer seiner Spur folgten, fanden sie eine verstaubte Chronik. Zwischen Berichten über verschwundene Drachenschätze, einer Einkaufsliste für siebzehn Fackeln und einer erstaunlich ausführlichen Beschwerde über das Wetter stand: Lesende, die sich mit der Geschichte beschäftigen werden mit einer zusätzlichen Aufgabe belohnt: Hier ist Aufgabe 72: Schicke ein Bild mit dem Satz: „Ich bin belesen!“ Darunter hatte jemand mit krakeliger Schrift ergänzt, dass die Fackeln inzwischen bezahlt seien. Die übrigen Seiten waren leer – bis auf die letzte, auf der langsam frische Buchstaben erschienen.

„Die nächste Geschichte“, stand dort, „schreibt ihr.“ Schon wurden in den Jugendhäusern die ersten Teams zusammengerufen, alte Rivalitäten aus dem Winterschlaf geweckt und die verrücktesten Ideen gesammelt. Das Orakel lächelte. Es hatte seine Prüfungen vorbereitet. Diesmal allerdings hatte es vorsichtshalber auch den Esel gezählt.